Lidtumorentfernung

Die Diagnose eines Tumors ist für viele Patienten mit einem Schreck verbunden. Medizinisch ist ein Tumor jedoch lediglich die Bezeichnung einer entzündlichen Verdickung/Schwellung oder Gewebsvermehrung, die meist harmloser Natur und nicht bösartig ist. Tumore können durch Entzündungen, Sekretrückstau sowie gutartige oder bösartige Gewebeneubildungen entstehen. Ziel jeder Tumoroperation ist es, das veränderte Gewebe vollständig zu entfernen und dabei die Lidfunktion und den ästhetischen Lidaspekt zu erhalten.

Die häufigsten Lidtumore:

Gerstenkorn (Hordeolum)

Bei einem Gerstenkorn handelt es sich um eine akute, bakterielle Entzündung einer Liddrüse. Je nach Lage der entzündeten Drüse unterscheidet man zwei Arten von Gerstenkörnern: Das sog. Hordeolum internum auf der Lidinnenseite und das sog. Hordeolum externum im Bereich der Lidkante oder der Wimpern.

Behandlungsmethode

In der Regel wird das Gerstenkorn konservativ mit Salbe und Rotlicht behandelt, um das Abheilen der Entzündung zu beschleunigen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, den Sekretabfluss über einen kleinen Einschnitt zu ermöglichen.

Hagelkorn (Chalazion)

Nach einer abgeklungenen Gerstenkornentzündung kapselt sich gelegentlich in einer Lidranddrüse ein Überbleibsel der Entzündung ab und sitzt beweglich als kleine Knospe unter der Haut im Ober- oder Unterlid. Meist ist diese Entzündung nicht schmerzhaft und nicht bakteriell.

Behandlungsmethode

Sollte sich diese Entzündung nicht von alleine zurückbilden, kann diese ebenfalls mit einem kleinen Eingriff entfernt werden.

Gewebeneubildungen

An den Augenlidern können sich verschiedene, sowohl gutartige als auch bösartige Geschwüre bilden. Diese können nicht nur kosmetisch störend sein, sondern auch das Sehen einschränken. In jedem Fall sollte ein Facharzt aufgesucht werden, wenn Veränderungen am Augenlid auftreten, selbst wenn diese mit keinen Beschwerden verbunden sind.

Behandlungsmethode

Nur in einer umfassenden augenärztlichen Untersuchung, ggf. auch durch Entnahme einer Gewebeprobe, kann festgestellt werden, um welche Art von Tumor es sich handelt und ob oder wie der Tumor entfernt werden soll.