Blepharoplastik/Lidstraffung

Medizinischer Fachbegriff für Operationstechniken, die am Oberlid eine Verbesserung der Schlupflider zum Ziel haben und am Unterlid eine Verbesserung der Tränensäcke, ist die Blepharoplastik.

Ursache dieser Lidveränderungen ist die Erschlaffung der Lidhaut und des darunterliegenden Bindegewebes. Neben den normalen Altersveränderungen der Haut wird diese Entwicklung oft durch Umwelteinflüssen, Sonne und Nikotin verstärkt. Es kommt dann nicht nur zur Ausdünnung und Faltenbildung der Ober- und Unterlidhaut, sondern auch zum Nachlassen der Bindegewebsspannung und zur Erschlaffung des Augenringmuskels, was die darunter liegende Fettpolster sichtbar werden lässt. An den Oberlidern entsteht das sogenannte Schlupflid, wenn die kosmetisch wichtige Lidfurche nicht mehr zu sehen ist und die Lidhaut Wimpern und oftmals auch die Pupille verdeckt. An den Unterlidern entstehen die sogenannten Tränensäcke durch das Hervortreten der Fettgewebspolster aus der unteren Augenhöhle.

Neben einem optisch meist müden Gesichtsausdruck beklagen die Patienten oft auch eine Einschränkung ihres Gesichtsfeldes nach oben und zur Seite. Durch eine Lidstraffung können überschüssige Haut und Fettpölsterchen im Bereich der Augenpartie entfernt werden. Die Einschränkung von Gesichtsfeld und ein mögliches Schweregefühl der Lider kann so verbessert oder beseitigt werden. Es entsteht ein insgesamt jüngerer, frischerer Gesamteindruck.

Behandlungsmethode

Lidstraffungen werden heute mittels der modernen schonenden CO2-Lasertechnik durchgeführt. Hierbei wird nach symmetrischer Anzeichnung des überschüssigen Hautareals an den Oberlidern mittels eines ultragepulsten CO2-Laserstrahls die Haut ca. 0,5 bis 1 mm tief eingeschnitten und entfernt. Die darunter liegende dünne Bindegewebsschicht wird mit dem Laserstrahl eröffnet und die vergrößerten, sich vorwölbenden Fettgewebspölsterchen unblutig entfernt. Abschließend werden die Schnittränder der Oberlidhaut mit einer kosmetischen Naht verschlossen. Der Faden wird nach 12 Tagen entfernt. Die entstehende Narbe ist zunächst noch leicht rötlich und strichförmig. In der Regel ist sie nach einigen Monaten nicht mehr sichtbar.

Die Operation wird ambulant und in örtlicher Betäubung im Beisein eines Anästhesisten durchgeführt. Durch die Injektion eines Beruhigungsmittels wird der Patient in eine Art Dämmerschlaf versetzt. Der Patient ist somit wach, aber entspannt und schmerzunempfindlich. Der Eingriff dauert ca. 45 Minuten für beide Augen.

Kann eine Lidstraffung wiederholt werden?

Eine zweite Lidstraffung ist nach einigen Jahren, falls der Effekt der ersten Operation nachgelassen hat, in der Regel möglich, aber häufig nicht mehr erforderlich. Sollte ein Patient eine Korrektur einer erst kürzlich erfolgten Operation wünschen, ist es meist ratsam, den Endeffekt der Erstoperation abzuwarten (etwa sechs Monate), bevor eine Korrekturoperation durchgeführt wird.