Grauer Star (Katarakt)

OP-Ablauf

Die klassische Katarakt-OP wird in den meisten Fällen ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei werden die Pupillen des Patienten mittels Augentropfen erweitert. Die lokale Betäubung erfolgt durch Augentropfen oder sehr selten durch eine Injektion neben das Auge.

Schritt 1: Phakoemulsifikation Die getrübte Linse wird zerkleinert und abgesaugt. Über einen millimeterfeinen Schnitt am Rand der Hornhaut wird ein Instrument eingeführt, mit welchem der Linsenkern zerkleinert, verflüssigt und abgesaugt wird. Das Auge wird gleichzeitig mit einer sterilen Lösung gefüllt, um die entnommene Flüssigkeit zu ersetzen. Der sogenannte Kapselsack bleibt bei diesem Verfahren erhalten.

Schritt 2: Einsatz der Kunstlinse Über den feinen Schnitt wird eine kleine, faltbare Kunstlinse (Intraocularlinse) eingeschoben. Die Kunstlinse entfaltet sich langsam und kontrolliert im Augeninnern und verankert sich mit Hilfe kleiner elastischer Federbügel im Kapselsack. Der für die Implantation benötigte Schnitt verschließt sich selbständig und muss nicht genäht werden. Nach der Operation kann es vorkommen, dass der Patient, durch die operativ eingesetzten Medikamente, zunächst leicht verschwommen sieht. Gelegentlich tritt in den Stunden nach dem Eingriff ein Fremdkörpergefühl auf, das mit der Zeit völlig abklingt. Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung und ist für den Patienten im Allgemeinen schmerzfrei. Die erste Kontrolluntersuchung findet am Tag nach der Operation statt.