Grauer Star (Katarakt)

Katarakt
(Grauer Star)

Mit zunehmendem Alter setzt eine Trübung der glasklaren Augenlinse ein die man als Grauen Star (Katarakt) bezeichnet. Die damit einhergehende Abnahme des Sehvermögens beginnt meist unbemerkt, verstärkt sich langsam im Alter.

Für die Betroffenen ist der Krankheitsverlauf schleichend. Darum sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen erforderlich.


Behandlung des Grauen Stars

Die einzig sinnvolle Behandlung des Grauen Stars ist eine frühzeitige Operation, da es im Spätstadium zum vollständigen Verlust der Sehkraft kommen kann.


Symptome des Grauen Stars

  • Langsam fortschreitende Sehverschlechterung für die Ferne und/oder Nähe
  • Erhöhte Blendungsempfindlichkeit
  • Verringertes Kontrastsehen
  • Gestörtes Farbempfinden


Vor der Star-Operation

Ihre Augen werden in einer eingehenden augenärztlichen Untersuchung mit dem sogenannten Zeiss-IOL-Master vermessen. Dabei wird die exakte  Brechkraft der einzusetzenden Linse bestimmt. Im Anschluß folgt eine umfassende Aufklärung über individuelle Umstände und Erfolgsaussichten der Operation. Nach dem Untersuchungstermin dürfen Sie nicht selber autofahren.


Hinweis: Kosten einer Katarakt-Operation

Für die hochpräzise Vermessung des Auges mit dem IOL-Master kommt für gesetzlich Versicherte eine Eigenleistung in Höhe von ca. 55,- EUR zu Ansatz.

Speziell erforderliche Linsen können in manchen Fällen ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen.

Für die ambulante Star-Operation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten.


Die Star-Operation

Die ambulante Operation erfolgt überwiegend in örtlicher Betäubung.

Ihre Pupillen werden mittels Augentropfen erweitert. Die lokale Betäubung erfolgt duch Augentropfen oder sehr selten durch eine Injektion neben das Auge.

Schritt 1: Phakoemulsifikation

Ihre getrübte Linse wird zerkleinert und abgesaugt.

Über einen millimeterfeinen Schnitt am Rand der Hornhaut wird ein Instrument eingeführt, mit welchem der Linsenkern zerkleinert, verflüssigt und abgesaugt wird.

Das Auge wird gleichzeitig mit einer sterilen Lösung gefüllt, um die entnommene Flüssigkeit zu ersetzen.

Der sogenannte Kapselsack bleibt bei diesem Verfahren erhalten.

Schritt 2: Einsatz der Kunstlinse

Über den feinen Schnitt wird eine kleine, faltbare Kunstlinse (Intraocularlinse) eingeschoben. Die Kunstlinse entfaltet sich langsam und kontrolliert im Augeninnern und verankert sich mit Hilfe kleiner elastischer Federbügel im Kapselsack.

Der für die Implantation benötigte Schnitt verschließt sich selbständig und muß nicht genäht werden.


Nachsorge

Nach der Operation kann es vorkommen, dass der Patient, durch die operativ eingesetzten Medikamente, zunächst leicht verschwommen sieht.

Sie werden genau über die Anwendung der Medikamente nach der Operation aufgeklärt.

Möglicherweise verspüren Sie ein leichtes Fremdkörpergefühl. Vermeiden Sie es aber, am operierten Auge zu reiben oder zu drücken.

Die erste Kontrolluntersuchung findet am Tag nach der Operation statt.


Nach der Star-Operation

Um weitgehend alle Risiken auszuschalten, die sich nachhaltig auf die Wundheilung auswirken könnten, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Vermeiden Sie unbedingt ein Reiben oder Drücken am operierten Auge.
  • Halten Sie die vereinbarten Termine zur Nachuntersuchung ein
  • Nehmen Sie die Medikamente und Augentropfen wie verordnet.
  • Vermeiden Sie schwere körperliche Anstrengungen, bis Ihr Augenarzt es Ihnen erlaubt.
  • Fahren Sie erst nach Rücksprache mit Ihrem Augenarzt wieder selbst Auto
  • Achten Sie darauf, dass weder Seife noch Wasser ins Auge gelangt
  • Bei auftretenden Schmerzen, einer Sehverschlechterung oder einer Rötung des operierten Auges kontaktieren Sie Ihren behandelnden Augenarzt


Der Nachstar

Durch die natürlichen Heilungsvorgänge kann nach Monaten eine leichte Trübung eintreten. Dieser Prozess wird als Nachstar bezeichnet. Diese Trübung ist weder gefährlich oder schmerzhaft, noch stellt sie eine Komplikation im eigentlichen Sinn dar.

Falls eine Beeinträchtigung Ihres Sehvermögens eintritt, kann diese Membran mit einem speziellen „YAG-Laser“ behandelt werden.


Mögliche Risiken

Komplikationen während der Operation und der anschließenden Heilungsphase sind möglich aber sehr selten. Die Star-Operation gehört zu den sichersten Operationen in der Medizin überhaupt.

Mögliche Risiken:

  • Infektionen
  • Blutungen
  • Netzhautablösung
  • Erhöhung des Augendrucks (Glaukom)
  • Hornhauttrübungen
  • Blendungserscheinungen (Lichtsensationen)
  • Beeinträchtigungen der Netzhaut  


Intraocularlinsen

Intraocularlinsen, werden bei Katarakt-Operationen wie oben beschrieben eingesetzt.


Monofokallinsen

Monofokallinsen (Ein-Stärken-Linsen) bieten in der Regel für die Ferne ein scharfes Bild. Für die Nähe (z.B. Lesen, PC-Arbeit) wird eine Gleitsicht- bzw. Lesebrille verordnet.

Augenklinik Mühldorf, Dr. med. Caroline Möhring-Bengisu
Alcon
Intraokularlinse


Speziallinsen

Multifokallinsen ermöglichen heute eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille. Bei weitsichtigen Patienten mit dem Wunsch nach Brillenunabhängigkeit kann eine solche Speziallinse sinnvoll sein.

 

Besondere Linsenmodelle können auch eine bestehende Hornhautverkrümmung korrigieren.

Welche Linse für Sie am besten geeignet ist, können wir Ihnen in einem eingehenden Untersuchungs- und Beratungstermin mitteilen.

 

Augenklinik
Mühldorf
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